Stellungnahme zur falschen Wendung

Liebe Läuferinnen und Läufer,

 

zunächst möchten wir uns noch einmal herzlich für eure Teilnahme an unserem 64. Westenergie Marathon bedanken. Wir wissen, dass der gestrige Tag für einige von euch anders verlaufen ist als erhofft. Die Probleme bei der Streckenführung haben verständlicherweise für Ärger, Enttäuschung und einige Fragen gesorgt.

 

Wir möchten uns für die Fehlleitung ausdrücklich entschuldigen und euch nachfolgend Antworten auf die wichtigsten Fragen geben. Nicht alle Punkte sind aktuell abschließend geklärt.

Auf der rund vier Kilometer langen Einführungsschleife ist es an der ersten Wende zu einem organisatorischen Fehler gekommen. Der Führungs-Radfahrer hat den Wendepunkt überfahren. Dadurch wurden Läuferinnen und Läufer nicht wie vorgesehen auf den Rückweg geleitet, sondern liefen zunächst weiter.

In der Folge legten alle Teilnehmenden zusätzliche Kilometer zurück. Wie groß die Abweichungen von der offiziellen Marathondistanz im Einzelfall waren, hängt davon ab, wann die Läuferinnen und Läufer die Fehlleitung bemerkten und auf die vorgesehene Strecke zurückkehrten. Wir bedauern diesen Fehler sehr. Gerade bei einer seit Jahrzehnten etablierten Laufveranstaltung darf eine solche Situation nicht entstehen.

Wir haben nach Bekanntwerden des Fehlers nach einer Möglichkeit gesucht, die Auswirkungen auf den weiteren Rennverlauf zu begrenzen.

Dazu haben wir kurzfristig Anpassungen an der Streckenführung vorgenommen, durch die die in der Einführungsschleife zu viel gelaufene Strecke an anderer Stelle ausgeglichen wurde. Hierfür bot sich das zweite Wendepunktstück auf der Wuppertaler Straße an. Es gelang uns innerhalb weniger Minuten, dort die Markierungen zu verändern und die Position von Zeitmessmatten anzupassen. Das Ausmaß, in dem wir diese Wendepunkschleife verkürzten, orientierte sich an den Aufzeichnungen des am Führungs-Fahrrad angebrachten GPS-Transponders.

In der Folge legten alle Teilnehmenden zusätzliche Kilometer zurück. Wie groß die Abweichungen von der offiziellen Marathondistanz im Einzelfall waren, hängt davon ab, wann die Läuferinnen und Läufer die Fehlleitung bemerkten und auf die vorgesehene Strecke zurückkehrten. Wir bedauern diesen Fehler sehr. Gerade bei einer seit Jahrzehnten etablierten Laufveranstaltung darf eine solche Situation nicht entstehen.

Die Länge der ursprünglich vorgesehenen Marathonstrecke beträgt nach den Vorschriften des Leichtathletikverbandes amtlich vermessen 42,195 Kilometer.

Durch die Fehlleitung auf der Einführungsschleife und die anschließende Anpassung des Streckenverlaufs weicht die tatsächlich gelaufene Distanz von der festgelegten Marathondistanz ab. Die vom Führungs-Fahrrad zurückgelegte Strecke war etwa 200m länger als die offizielle Marathondistanz war. Die lässt sich allerdings nicht auf alle Teilnehmenden übertragen. Wie groß diese Abweichung im Einzelfall ist,  hängt davon ab, wann die jeweiligen Läufer*innen den Fehler bemerkten und wendeten.

Rückmeldungen von Teilnehmenden zeigen, dass deren GPS-Aufzeichnungen sowohl längere als auch kürzere Strecken als die reguläre Marathondistanz ausweisen. Insbesondere langsamere Läufer*innen dürften tendenziell eine etwas kürzere Strecke zurückgelegt haben-

Generell bitten wir euch auch zu berücksichtigen, dass GPS-Aufzeichnungen von Laufuhren nicht dieselbe Genauigkeit wie eine offizielle Streckenvermessung besitzen.

Grundsätzlich gilt: Die in der Ergebnisliste aufgeführten Netto-Zeiten dokumentieren die Zeit, die zwischen dem Überqueren der Zeitmessmatte Start und der am Zieleinlauf gemessen wurde.

Allerdings wurde die Leistung nicht auf der amtlich vermessenen Strecke erzielt, für die ein Vermessungsprotokoll beim Leichtathletikverband hinterlegt ist. Daher können die Zeiten nicht in Bestenlisten des Leichtathletik-Verbandes aufgenommen werden.

Wir verstehen den Wunsch, zusätzlich gelaufene Kilometer bei der offiziellen Zielzeit zu berücksichtigen.

Allerdings lässt sich aus einer GPS-Aufzeichnung nicht ohne Weiteres eine regelkonforme Marathonzeit errechnen. Eine nachträgliche Verkürzung einzelner Zielzeiten würde zudem Fragen zur Vergleichbarkeit der Ergebnisse und zu den Platzierungen aufwerfen. Wir können daher derzeit keine individuellen Zeitkorrekturen vornehmen.

Uns haben entsprechende Anfragen erreicht. Grundsätzlich wird ein Startgeld mit der Anmeldung fällig und ist unabhängig von der Teilnahme. Auch Läuferinnen und Läufer, die nicht zum Lauf angetreten sind, haben keinen Anspruch auf Erstattung des Startgeldes. Wir nehmen aber Euer Anliegen ernst und prüfen, welche Möglichkeiten einer Kompensation wir anbieten können. Uns ist wichtig, eine nachvollziehbare und faire Vorgehensweise zu finden.

Wir werden die Ereignisse des 64. Westenergie Marathons gründlich aufarbeiten. Dabei geht es nicht nur um die Fehlleitung an der ersten Wende. Wir werden auch die Beschilderung, die Streckenmarkierungen, die Positionierung der Streckenposten und die Wegeführung an weiteren Abzweigungen überprüfen. Unser Ziel ist es, die aus den Erfahrungen dieses Jahres organisatorische Verbesserungen abzuleiten.

Viele Menschen engagieren sich mit großem persönlichem Einsatz für unseren Marathon, der überwiegende Teil davon ehrenamtlich. Wir möchten gemeinsam dafür sorgen, dass die Veranstaltung auch künftig den sportlichen Ansprüchen gerecht wird, die ihr zu Recht an sie stellt.

Ihr erreicht unser Organisationsteam unter: orga@westenergie-marathon.de.

Wenn sich eure Frage auf eure persönliche Laufleistung oder Ergebniszeit bezieht, nennt uns bitte auch eure Startnummer.

Wir bitten um Verständnis, dass die Beantwortung aufgrund der zahlreichen Rückmeldungen etwas Zeit in Anspruch nehmen kann.

 

Zum Schluss eine generelle Anmerkung:

Viele von uns im Organisationsteam sind selbst begeisterte Läuferinnen und Läufer. Wir wissen, wie viel Training, Vorfreude und Leidenschaft in einem Marathon stecken und wie enttäuschend es ist, wenn ein lang vorbereitetes Rennen nicht wie erhofft verläuft.

Wir können den Fehler vom Sonntag nicht rückgängig machen. Aber wir können Verantwortung dafür übernehmen, die Geschehnisse gründlich aufarbeiten und daraus lernen. Danke für eure Rückmeldungen, eure Kritik und auch für die vielen aufmunternden Worte, die uns erreicht haben.

Noch Fragen? Schreib uns eine Mail!

orga@essen-marathon.de

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